Der Herr aber richte eure Herzen aus
auf die Liebe Gottes und
auf das Warten auf Christus.
2. Thessalonicher 3,5
Monatsspruch November 2021


Manchmal erscheint ja „alles so schwer und sinnlos“ und die Niedergeschlagenheit, früher nannte man das „Schwermut“ greift dann um sich. Manch eine/r mag etwas anfälliger sein für die „November-Stimmung“ als die Anderen. Das schlechte Wetter, fehlendes Sonnenlicht, frühe Dunkelheit, tun ein Übriges zur schlechten Stimmung dazu. Aber auch die Lebenskämpfe, Vertrauenskrisen, schwache oder gar angegriffene Gesundheit, das Sterben eines Menschen, fordern uns heraus. Da ist es mehr als hilfreich, wenn füreinander gebetet wird – so wie der Apostel Paulus es hier für die Gemeinde in Thessaloniki tut und übt. Dieses Gebet hilft uns, unsere Herzen, also Denken und Wollen, neu auszurichten. Das hat ja nicht nur etwas mit einer guten Richtung zu tun, sondern auch mit aufgerichtet werden. Von Jesus heißt es, dass er das Gekrümmte gerade macht, die Gebeugten aufrichtet!


Die Liebe Gottes will unser Denken und Wollen erfüllen und damit stärken und widerstandsfähig machen. In dieser Liebe geborgen, haben wir der schlechten Stimmung und den Lebenskrisen etwas entgegen zu setzen. Es ist aber nicht nur die Liebe von und zu Gott, die Paulus erbittet.


Die Liebe steht im Zusammenhang mit dem „Warten“ des Christus. Hier ist die Rede davon, wie Jesus in dieser Welt allem Schlimmen, Geburtstage Bösen, Verachtungen, Schimpfworten, Schlägen, übler Nachrede, Peinigung, Spott, Martyrium und Tod geduldig und standhaft, an der Liebe des Vaters festhaltend, begegnet ist.

So lautet der Monatsspruch in der NGÜ:
Der Herr aber helfe euch, euer Denken und Wollen ganz an Gottes Liebe auszurichten und mache euch standhaft, wie er selbst, Christus, standhaft war.

Festen Stand behalten und dabei in der Liebe Gottes geborgen sein, darum geht es. Gott hat uns Menschen mit dem aufrechten Gang beschenkt und dabei ganz sicher kein leichtes Leben versprochen. Aber seinen Beistand, Gottes Hilfe, die hat er uns versprochen.

Ich weiß nicht, wie es dir zu dieser Zeit geht!? Ob du bedrückt bist oder froh, aufrecht unterwegs oder sorgenbeladen und deprimiert?! Ich wünsche dir und mir: „dass die Liebe Gottes und die Standhaftigkeit von Christus unser Leben bestimmen!

Statt schlechter Stimmung, lieber schon mal eine Kerze anzünden, ob als kleines Licht auf dem Grab oder als Vorbote des Advents auf
dem Esstisch.

Wenn das Jahr am dunkelsten wird, zünden wir die Lichter der Hoffnung an und feiern erwartungsfroh die Adventszeit. Ich freue mich schon auf diese Zeit und unsere Veranstaltungen und hoffe „erwartungsfroh“ dich/euch zu sehen!


Ihr/euer Volker Sturm